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Textfeld: Aus aller Welt — 
Fotos, Geschichten und Geschichte
von  FRANZ  HASLINGER
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„Man reist nicht um anzukommen,

sondern um zu reisen.“

Johann  Wolfgang von Goethe (1749 — 1832)   

 

Warum reist der Mensch in der Gegenwart so viel, und anscheinend auch gerne?

Natürlich verfügen wir heute über technische Mittel, mit denen wir problemlos fast jeden Punkt unseres Globus‘ erreichen können. Und doch, der Wandertrieb der Menschen ist bemerkenswert.

Im Jahr 2006 kamen über 450 Millionen Menschen an irgendeinem Ort in Europa an, der größte Teil kam aus Europa selbst, die restlichen aus allen Ländern unseres Globus‘. Nur etwa ein Viertel waren Geschäftsreisende, die überwiegende Zahl reiste offenbar zu ihrem Vergnügen, aus purer Lust am Reisen.

Der Mensch ist immer schon ein „Reisender“ gewesen. In frühester Zeit war er ein Nomade, der Nahrung oder Gebiete mit besseren klimatischen Bedingungen suchte. Dann kamen Gründe, wie Kriegszüge, Handel und auch der Drang Neues zu entdecken. Das 15. und 16. Jahrhundert nennen wir  die Jahrhunderte der Entdeckungen.

1497 erreichte der Portugiese Vasco da Gama von Europa aus erstmals auf dem Seeweg  Indien und Anfang des 16.Jahrhunderts umsegelt sein Landsmann Ferdinand Magellan auf der Westroute den Erdball, allerdings im Auftrag der spanischen Krone. Magellan selbst war es nicht vergönnt nach Europa zurückzukehren. er wurde bei einem Kampf in der Südsee getötet — nur 18 der ursprünglichen mehr als 230 Seeleuten erreichten wieder Spanien.

Bis Ende des 17. Jahrhunderts wußten die Seefahrer nicht einmal wo sie sich gerade befanden, sie konnten die Längengrade nicht bestimmen — ihr Mut läßt sich nur mit dem der Weltraumfahrer des 20. Jahrhunderts vergleichen.

Wer eine Reise macht ist automatisch von Geschichte umgeben, ob er sie wahrnimmt oder nicht. Denn wohin er auch kommt alles beruht auf Voraussetzungen, die in der Vergangenheit geschaffen wurden. Und daher vermögen wir ein Land nur dann kennen und verstehen zu lernen, wenn wir uns mit seiner Geschichte befassen. Wir sollten uns jedoch hüten, das Vergangene mit unseren heutigen Maßstäben zu bewerten.

 

 

„Die Historiker verfälschen die Vergangenheit,

die Ideologen die Zukunft.“

 

Zarko Petan (slowenischer Schriftsteller, geb. 1929)

 

 

DEUTSCHLAND / Sachsen-Anhalt

„Narrenschiff“, Skulptur am Hafen in Wittenberge

PORTUGAL / Lissabon

Denkmal der Entdeckungen

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  Fotografieren heißt: 
  das Einzigartige eines Augenblicks im Bild festhalten,
  so dass dieser Moment das Allgemeingültige einschließt;
  dazu muss der Fotograf weniger das was er sieht fotografieren, 
  sondern das was er fühlt, 
  und dazu muss er mehr Poet als Grafiker sein.

RENATE  KORINEK

2010 / Ausstellung  im Gauermann-Museum, Scheuchenstein / NÖ